Ich sehe Comcast als ein extrem günstiges Schnäppchen für geduldige Anleger, wenn seine Kabel- und Medien-Cashcows bis 2026Q2 stabil bleiben. Ein KGV von nur 4,8 im Verhältnis zu den Vorjahresgewinnen sticht im Vergleich zu Wettbewerbern wie Verizon mit 11,5 oder AT&T mit 8,5 extrem hervor und signalisiert, dass der Markt jede Verlangsamung überbewertet und einen endlosen Niedergang eingepreist hat. Die Eigenkapitalrendite von 24,7 % entspricht Spitzenwerten wie bei IDT und beweist, dass das Unternehmen weiterhin starke Renditen auf das Eigenkapital erwirtschaftet, ohne zusammenzubrechen. Bruttogewinnmargen von fast 72 % unterstreichen die anhaltende Preissetzungsmacht im Breitbandbereich, unberührt von Sorgen über Cord-Cutting.
Meine größte Sorge ist die Fragilität der Comcast-Bilanz, die Mitte 2026 bei jedem wirtschaftlichen Stolperer zusammenbrechen könnte. Das Verhältnis von Schulden zu Eigenkapital von 102 % lässt das Unternehmen im Vergleich zu sichereren Wettbewerbern übermäßig verschuldet erscheinen, was die Risiken verstärkt, wenn die Zinssätze hoch bleiben oder die Cashflows sinken. Das aktuelle Verhältnis von 0,88 liegt unter der Komfortlinie von 1,0 und deutet auf Liquiditätsengpässe hin, die zu Vermögensverkäufen oder Verwässerung zwingen könnten. Die jüngste Kursentwicklung zeigt Schwäche, die Marktkapitalisierung ist von Spitzenwerten von 123 Milliarden US-Dollar auf 109 Milliarden US-Dollar gesunken, was die Flucht der Anleger bei Volumenanstiegen widerspiegelt.