Ich sehe ASML als dominierenden Akteur beim Aufbau der KI-Chips als Monopolanbieter von EUV-Lithografie-Werkzeugen, die niemand sonst in großem Maßstab erreichen kann. Sie haben ihre Umsatzprognose für 2026 am 15. April angehoben und nannten die KI-Nachfrage, die das Angebot übersteigt, was eine mehrjährige Umsatzsichtbarkeit sichert. Die Nettogewinnmarge stieg auf 31,73 % TTM, von 29,31 % im letzten Quartal, was zeigt, dass sie dank Preissetzungsmacht den Großteil dieser Nachfrage als Gewinn einstreichen. Die Eigenkapitalrendite (ROE) bleibt stabil bei 46,86 %, was beweist, dass effizientes Kapital ohne Verschuldungsrisiken hohe Renditen erzielt, D/E flach bei 21,86.
Meine Einschätzung ist, dass die hohe Bewertung von ASML keinen Raum für Enttäuschungen bei der KI-Nachfrage lässt und ein starker Rückgang des Kurs-Gewinn-Verhältnisses riskiert, wenn das Wachstum nachlässt. Das KGV TTM liegt bei 34,5, im Einklang mit der Kursrallye, was bedeutet, dass der Markt jahrelang eine makellose Ausführung verlangt. Das KBV liegt bei 12,3, leicht gesunken, aber immer noch mit einer starken Prämie auf den Buchwert, anfällig, wenn die Investitionszyklen sich umkehren. Die jüngste Kursvolatilität, die Anfang Mai auf 651 fiel, bevor sie sich auf 802 erholte, unterstreicht, wie schnell Stimmungswechsel Gewinne vernichten können.